Notizen 2016/17

Hertha BSC – FC Augsburg 2:0

Tore:
1:0 Brooks (12.),
2:0 Stocker (37.)

Zuschauer: 43.451

Zum Spiel:
Endlich mal wieder eine souveräne Hertha! Die Mannschaft ließ heute nichts anbrennen. Auch wenn es kein Fußballfest war, so war unsere Hertha doch von Anfang an gegen extrem schwache Augsburger überlegen und kam früh durch Brooks zur Führung, der seinen Kopf in einen Schuss von Stocker hielt und ihn somit unhaltbar für den gegnerischen Keeper abfälschte. Ein schönes Tor! Schön war danach hauptsächlich die Statistik, denn diese sprach durchgängig für uns. Folgerichtig konnte Stocker die Führung noch vor der Halbzeit ausbauen, diesmal fuhr ihm keiner in seinen Schuss und er war selbst der Glückliche.

Im zweiten Durchgang tat Hertha dann nur noch das Nötigste und hätte mit etwas mehr Effektivität sogar noch was fürs Torverhältnis tun können. Die Gäste aus Augsburg kamen lediglich zu einer nennenswerten Chance. Nach der Heimniederlage gegen Hoffenheim scheint sich unsere Hertha, zu mindestens zuhause, also gefangen zu haben und setzt die unglaublich starke Heimbilanz in der aktuellen Saison fort. Elf Siege und ein Unentschieden stehen auf der Habenseite, das entspricht 34 Punkten!

Ostkurve Hertha BSC:
Die Kurve begann an diesem Sonntagnachmittag mit dem Gedenkspruchband „R.I.F. Heike“ und einer Schweigeminute zu Ehren einer verdienten Herthanerin. Heike Steboy konnte den Kampf gegen eine schwere Krankheit leider nicht gewinnen und verstarb am 1. April 2017 im Alter von nur 35 Jahren. Heike wird uns als Aktivposten der Fanszene in Erinnerung bleiben, sie war langjährige Vorsitzende des Fanclubs „Blue Dolphins“ und Mitinitiatorin des Fanfests „Von Fans für Fans“. Zuletzt hatte sich Heike zudem sozial bei der Faninitiative „[email protected]“ mit eingebracht. Das gute Wetter inklusive der Sonne schien der Ostkurve heute nicht so zu bekommen. Zwar zeigte man sich zeitweise von einer passablen Seite, aber so großartig wie das Wetter, war die Darbietung nicht. Woran das gelegen hat, ist eine gute Frage!?

Ein weiteres Spruchband beschäftigte sich mal wieder mit der leidigen Trikot-Thematik! Während des Heimspiels war „Pinkes Trikot, keine Fahne – Peinlich für die Alte Dame!“ in der Ostkurve zu lesen, womit wir uns auf die Einwechslung des Nachwuchs-Herthaners Julius Kade in Mönchengladbach bezogen. Herthas Ausrüster Nike, oder eventuell auch der Zeugwart, hatte bei seinem pinken Trikot glatt die Herthafahne auf der Brust vergessen. Ein weiterer Tiefpunkt in Herthas Marketingwirrwarr! Es bleibt zu hoffen, dass spätestens in der Sommerpause bzw. auf der Mitgliederversammlung Konsequenzen aus diesem ganzen Mist gezogen werden. Die Außendarstellung unserer sogenannten Vereinsvertreter ist an Peinlichkeit nicht mehr zu überbieten! Zu guter Letzt wurde auch den Karlsruher Freunden Mut im Abstiegskampf zugesprochen: „Alles für den KSC – Aufgeben ist keine Option!“

Gästefans:
Die Augsburger machten optisch das Beste aus ihrer geringen Anzahl von lediglich rund 600 Leuten. Sie standen kompakt im oberen Teil des Gästeblocks und schlossen diesen Bereich durch ihre Zaunfahnen ab. Im Oberrang hing die große „Rot-Grün-Weiß sind unsere Farben“ – Fahne, da auch sie aktuell mit diesem Marketingblödsinn konfrontiert sind. So trat die Augsburger Mannschaft heute in neongelben Trikots im Olympiastadion an. Gesänge des Gästehaufens kamen bei uns in der Ostkurve nicht an.