Notizen 2016/17

Hertha BSC – 1. FSV Mainz 2:1

Tore:
0:1 Seydel (25.),
1:1 Ibisevic (36.),
2:1 Ibisevic (67.)

Zuschauer: 37.852

Zum Spiel:
Den besseren Start an diesem Sonntagnachmittag erwischten die Mainzer, die nach fünfundzwanzig Minuten durch den Bundesligadebütanten Seydel in Führung gingen. Unsere Hertha bewies jedoch Charakter und der Kapitän Ibisevic erzielte schon elf Minuten später den Ausgleich. Es entwickelte sich nun ein gutes Spiel, in welchem unsere Mannschaft die Oberhand behielt. Nachdem es in der zweiten Hälfte auch noch einen Platzverweise für die Mainzer gab, erzielte Ibisevic in der 67. Minute den Führungstreffer. Dieses spielentscheidende Tor war sein 100. Bundesligatreffer. Diesen wollte er anscheinend früher als der Rest feiern, weshalb er sich im weiteren Verlauf seine zweite gelbe Karte des Abends und somit einen Platzverweis abholte. Sechstes Heimspiel, sechster Sieg! Mit diesem Dreier rutscht Hertha auf Platz 3!

Ostkurve Hertha BSC:

Stimmungstechnisch machte dieser Sonntagabend wieder echt Spaß und so mancher Gesang schallte ganz schön ordentlich durch das nur zur Hälfte gefüllte Olympiastadion. Besonders in der zweiten Halbzeit konnte die Darbietung der Ostkurve voll überzeugen.

Drei Themen beherrschten heute das Geschehen in der Ostkurve. Einerseits wurde im Rahmen der Kampagne „Hertha BSC – Nur echt in Blau-Weiß!“ ein weiteres Mal die Farbe Orange in den Fokus gerückt, da die Öffentlichkeit die Kampagne oft nur auf das pinke Ausweichtrikot bezieht und dabei völlig vergisst, dass die gesamte Mannschaft bzw. der Betreuerstab vor, während und nach dem Spiel mittlerweile rumläuft, wie die Müllabfuhr. Dementsprechend wurde das Spruchband „Kleidung repräsentiert den Verein, doch orange wollten wir nie sein!“ gezeigt. Wie ernst der Verein die Meinung der Fans nimmt, zeigte sich an der Twitter-Reaktion auf das letzte Spruchband zum Thema „orangefarbene Kleidung“, deshalb wurde dem verantwortlichen Geschäftsleiter Keuter das Abdanken nahe gelegt: „Ihr steht für Sauberkeit? Keuter, kehr dich zum Teufel!

Das zweite Thema, was die Fanszene an diesem Abend bewegte, war die Diskussion um einen geplanten Stadionneubau in Brandenburg. Diese zog einen wahren Spruchbandmarathon nach sich: „Heute Berliner Start-Up, morgen Brandenburger Platte – Hallo Identitätskrise!“, „Bevor ihr Hertha ins Umland verschleppt, jagen wir euch in die Wüste!“ und „Aus Berlin – für Berlin? In Brandenburg – ohne uns!“ wurden präsentiert.

Außerdem wurde vor dem Heimspiel gegen Mainz zur Kleiderspende unter dem Motto „Hertha wärmt!“ aufgerufen. Auch in diesem Jahr war die Aktion sehr erfolgreich, denn nach Spielschluss fuhren zwei prall gefüllte Transporter zur „Berliner Stadtmission“ am Hauptbahnhof um dort die gespendeten Kleidungsstücke zu übergeben.

Gästefans:
Auch in Bezug auf die Gäste zeigte sich Hertha heute von seiner fanunfreundlichen Seite und verbot spontan ein große Zaunfahne der Mainzer. Nach ewigen Diskussionen kam diese dann doch noch ins Stadion. Zaunfahnen sind und bleiben nicht verhandelbar! Ansonsten bemühten sich rund 400 Mainzer um Unterstützung, angekommen ist in der Ostkurve davon aber logischerweise nichts.