Notizen 2016/17

Hertha BSC – Hamburger SV 2:0

Tore:
1:0 Ibisevic (29.),
2:0 Ibisevic (70., FE)

Zuschauer: 57.656

Zum Spiel:
Mit dem HSV kam am 6. Spieltag ein sich über die Jahre zum regelmäßigen Punktelieferanten entwickelter Gegner ins Olympiastadion. Die Hamburger, welche bereits in der Woche vor dem Spiel den ersten Trainerwechsel vorgenommen hatten, traten zu Beginn jedoch durchaus motiviert auf und trugen ihren Teil zu einem ansehnlichen Spiel bei. Unsere Hertha zeigte sich bereits früh in der Saison auf einem hohen Niveau mit einer stabilen Defensive und schnellen und zielgerichteten Angriffen.

Es zeichnet sich ab, dass das Olympiastadion wieder zu einer Festung wird. So war es an diesem Tag wieder mal Ibisevic, der beide Treffer erzielte und den Sieg klar machte. Ein schlussendlich verdienter Sieg, der aus einem Chancen plus mit mehreren Aluminiumtreffern und einer Vielzahl weiterer Chancen und den erwähnten Stärken resultierte. Auch Jarstein ist mal wieder positiv zu erwähnen, da er in der zweiten Halbzeit mit einer starken Parade bei einem Freistoß den Ball an die Latte lenkte und so dafür sorgte, dass Lasogga noch immer seit seinem Wechsel nicht gegen uns getroffen hat.

Ostkurve Hertha BSC:
Mit dem obligatorischen Hüpfen vor dem Spiel startete die Ostkurve, ähnlich dem Spiel schwungvoll, verlor aber schnell das Niveau und pendelte sich im Mittelmaß ein. Es zeichnet sich, trotz der bis jetzt wieder sehr starken Hinrundenleistungen des Teams, leider ab, dass zu viele Herthaner in der Ostkurve relativ teilnahmslos auf ihren Plätzen stehen und nur halbherzig in die Hände klatschen und mit trällern. Das gleiche Phänomen gab es schon in der letzten Saison zu beobachten, denn trotz der überragenden Hinrunde gab es in Sachen Stimmung im Olympiastadion nur wenige Ausreißer nach oben. Hier gilt es wieder besser zu werden!

Weiterhin wurde ein Spruchband bezüglich der Farborientierungslosigkeit bei Hertha präsentiert: “Pinke Trikots & Kleidung in Orange? §1.2. Die Farben des Vereins sind Blau-Weiss.” Der Sieg wurde nach dem Spiel dann zusammen mit der Mannschaft vor der Ostkurve gefeiert, wobei nochmal per Gesang lautstark auf die Farben unserer Hertha hingewiesen wurde.

Gästefans:
Ein für Hamburger Verhältnisse durchschnittlicher Haufen von 6.000 – 8.000 Gästen fand sich rund um das Marathontor ein. Die Stimmung dabei war in der ersten Hälfte noch ganz in Ordnung, ließ im zweiten Durchgang dann aber stark nach. Auch wenn Bewegung im unteren Bereich des Gästeblocks erkennbar war, konnte lautstärketechnisch nichts auf der anderen Seite des Olympiastadion vernommen werden. Erschreckend war mit anzusehen, wie beliebt anscheinend das pinke Auswärtstrikot bei den Hanseaten ist. Massenweise HSV-Fans taten es an diesem Spieltag den Spielern auf dem Rasen gleich und bevölkerten mit ihren pinken Trikots den Gästebereich rund um das Marathontor.