SpVgg Fürth – Hertha BSC 3:3

Tore:
0:1 Reese (33.),
0:2 Schuler (36),
1:2 Hrgota (42.),
2:2 Klaus (58.),
2:3 Schuler (62.),
3:3 Srbeny (81.)

Zuschauer: 12.276 Zuschauer

Zum Spiel:
Nach der Niederlage gegen den Tabellenletzten aus Magdeburg in der Vorwoche, ging es für die Blau-Weißen nun am Freitagabend gegen Fürth ran.

Bereits nach 10 Minuten gab es die erste große Chance für unsere Mannschaft, jedoch wurde der Lupfer von Cuisance auf der Linie von einem Fürther Spieler noch abgewehrt. Rund eine Viertelstunde später machte es Reese besser und traf sehenswert zum vermeintlichen 0:1, welches jedoch nach Überprüfung der Bilder durch den elendigen VAR wegen Abseits zurückgenommen wurde. Hier wurde mal wieder eine Milimeter Entscheidung zum Anlass genommen, ein Tor nicht zu geben. Bei dieser Situation reklamierte kein Gegenspieler und auch der Schiri auf dem Feld hatte nichts zu beanstanden. Diese Szene war mal wieder ein gutes Beispiel dafür, wie der VAR ein Spiel unnötig beeinflusst und Emotionen tötet. In der 33. Minute war es erneut Reese, welcher nach Vorarbeit von Cuisance nun zum zählenden 0:1 traf. Keine 3 Minuten später schlug unser Stürmer Schuler zu und sorgte mit dem 0:2 für einen Ausbau der Führung gegen das Kleeblatt aus Fürth. Dieses meldete sich in Person von Hrgota noch vor dem Halbzeitpfiff zurück und verkürzte auf 1:2.

Die Fürther kamen stärker aus der Kabine und erzielten durch Klaus den Ausgleich. Anschließend waren die Fürther weiter am Drücker, aber das Tor schossen erneut wir. Nach einer cleveren Vorlage von Karbownik nahm Schuler den Ball an und setzte ihn aus der Drehung in die Maschen. Nach einem Fehlpass von Seguin reagierte die Fürther Mannschaft schneller und stand nach wenigen Spielzügen frei vor Ernst, dieser konnte das erste Duell gegen Srbeny noch gewinnen, doch im zweiten Anlauf war er chancenlos und so stand es nach 90 Minuten 3:3.

Herthaner Uff Achse:
Die Fanszene, welche wahlweise mit Bussen und Neunern zum letzten Auswärtsspiel in diesem Jahr gereist war, konnte frühzeitig den Gästeblock betreten und den Block ansehnlich beflaggen. Abermals schmückten die Berlin-Fahnen sowie die „Wir sind der Verein“-Fahne das obere Ende des Blocks. So konnten wir ein gutes optisches Bild erzeugen.

Zu Beginn der Partie zeigten wir gemeinsam mit der Heimseite das bundesweit einheitliche Spruchband „Fans und Vereine: Gemeinsam weiter gegen Populismus“, womit weiterhin auf die vergangene Innenministerkonferenz aufmerksam gemacht wurde und die „Ergebnisse“ bemängelt wurden, während gleichzeitig kämpferische Worte an alle Protagonisten auf unserer Seite gerichtet waren. Die Stimmung pendelte sich auf ein Mittelmaß ein, ohne das wir große Höhen und Tiefen hatten. Der – bis zum 0:2 – gute Auftritt (untermalt von einzelnen Fackeln) wurde durch den Ausgleich auf dem Rasen einigermaßen gekillt. Auch die erneute Führung brachte den Block leider nicht mehr so zum Kochen. Erschwerend hinzu kam der Ausfall einer Trommel. Die Fürther attestieren uns einen guten Auftritt, Gesänge kamen immer wieder mal im Heimbereich an. Hervorgehoben wird die minutenlange Schalparade unter Einbeziehung des Sitzplatzbereichs, welcher ebenfalls durch Gruppen aus der Ostkurve bespielt wurde.

In der zweiten Halbzeit zeigten wir uns erneut solidarisch mit der Kampagne der Heimseite, welche nun schon seit langer Zeit für die Rückkehr zum alten und traditionellen Vereinsnamen kämpft. Dabei soll der Zusatz „Greuther“ aus dem Namen verschwinden, die Forderung „Zurück zur SpVgg Fürth!“ unterstützten wir mit dem gleichlautenden Spruchband. Zum Ende der Partie stellten wir den Support analog zur Heimseite ein, da ein Fürther Fan auf der Gegentribüne notärztlich behandelt werden musste. Zu Gast hatten wir auch an diesem Freitagabend Freunde aus Karlsruhe und Strasbourg.

Heimkurve:
Vor dem Anpfiff zierte das Spruchband „Mentalität, Gier und Besessenheit – so wollen wir euch sehen! Kämpfen und siegen!“ den Zaun vor der Heimkurve, welche somit die Marschrichtung für die Kleeblattelf klar vorgab. Im Anschluss wurde sich mit der zentral angebrachten Zaunfahne „Gegen Spieltermine unter der Woche“ ebenfalls klar zur Anstoßzeit geäußert, bevor das Zaunfahnenbild mit der großen „Zurück zur SpVgg Fürth“-Fahne finalisiert wurde. Angetrieben durch mehrere Vorsänger war die Nordtribüne optisch dauerhaft aktiv, nur akustisch kam nicht viel bei uns an. In die zweite Spielhälfte starteten die Gruppen „Horidos 1000 Ultras“ und „Stradevia 907“ mit einer kleinen Blockfahne, auf der neben „Freiheit für die Stadionverbotler“ mittig die Losung „Bella Ciao“ geschrieben stand. Um die Blockfahne herum waren Fahnen und Schwenker in unterschiedlichsten Größen im Einsatz, vor der Kurve prangte noch zusätzlich das Spruchband „Freiheit für die Ultras!“. Das später gezeigte Spruchband „Ticketpreise fair gestalten – Nein zum Zuschlag auf physische Dauerkarten!“ der Horidos ist wohl selbsterklärend.

Die Fürther selbst sprechen von einem der besseren Auftritte nach der Umstrukturierung ihrer Kurve. Seit unserem letzten Gastspiel stellt sich die Fürther Ultràszene etwas breiter auf und bespielt nun auch per Vorsängerpodest den Mittelblock (Block 3) direkt hinter dem Tor. Gemessen am sportlichen Auftritt der letzten Wochen konnte/musste man zufrieden sein, „auch wenn man bei weitem noch nicht da ist, wo man hinmöchte“.