Hertha BSC – SpVgg Fürth 2:1

Tore:
1:0 Eichhorn (55.),
2:0 Cuisance (84.),
2:1 Futkeu (88.)

Zuschauer: 44.621

Zum Spiel:
Zum letzten Heimspiel der Saison bekam unsere Alte Dame es noch einmal mit der Spielvereinigung Fürth zu tun, die ihrerseits noch um den Verbleib in der 2. Liga kämpfte. Wie bereits in den Vorwochen gegen Kiel und in Magdeburg tat Hertha sich extrem schwer, die Gäste aus Franken hatten die deutlich besseren Torchancen, ein Treffer für unsere Mannschaft wurde aufgrund einer Abseitsstellung aberkannt. Kurz darauf dezimierte sich unsere Elf durch eine rote Karte für Josip Brekalo selbst, die Führung der Gäste wurde beim anschließenden Freistoß nur durch die Latte verhindert. Kurz nach Beginn des zweiten Spielabschnitts erzielte Eichhorn in seinem letzten Heimspiel das überraschende 1:0 für unsere Alte Dame. Die Fürther waren trotzdem weiterhin bemüht und mit den besseren Abschlüssen versehen, trotzdem gelang Hertha durch Cuisance kurz vor dem Spielende das zweite Tor zum versöhnlichen Heimsieg. Der Anschlusstreffer der SpVgg kurz darauf konnte am Spielausgang nichts mehr ändern.

Ostkurve Hertha BSC:
Das letzte Heimspiel vor der Sommerpause sorgte bei bestem Fussballwetter auch aufgrund der letzten sportlichen Ergebnisse nicht gerade für überbordende Euphorie, in Sachen Akustik lieferte die Ostkurve einen soliden, aber zu keiner Zeit herausragenden Auftritt ab. Das sah die Fürther Gruppe Stradevia 907 auch so und sprach in ihrem Spieltagsheft davon, „dass man die Ostkurve auch schon mal deutlich besser erlebt [hat]“.

Bereits vor der Partie gab es von uns das erste Spruchband für ein Gruppenmitglied zu sehen, welches einen familiären Trauerfall zu beklagen hatte („Wir sind bei euch, Blank & Familie!“). Auch unser nächstes Spruchband richtete sich an ein einzelnes Mitglied, welches zum Zeitpunkt der Partie noch im Krankenhaus verweilen und sich gesundheitlich erholen musste („Dein Platz ist hier – kämpfen Daniel!“). Die Gruppe 1892 schloss sich den Genesungswünschen ebenfalls mit „Weiter kämpfen Daniel! Alle Kraft dir, deiner Familie und deiner Gruppe, ihr geht diesen Weg nicht alleine!“ an. Darüber hinaus war es uns ein Anliegen allen Harlekins und Herthanern außerhalb unserer Gruppe den Rücken zu stärken und sie in ihren teilweise sehr unterschiedlichen, aber oft schwierigen Lebenslagen zu unterstützen, weshalb es von uns das Spruchband „Egal wie schwer die Last ist, niemand trägt sie je alleine!“ gab.

Zusätzlich zu unseren Spruchbändern gab es Tapeten der Crew 2008 („Wer Kritik sanktioniert…hat Angst vor der Wahrheit! Fussballmafia DFB“ , zur kürzlichen Regeländerung des DFB), Gruppa Süd („ME/CFS – die Zeit läuft ab! Versorgung und Aufklärung jetzt!“) und der Initiative Blau-Weißes-Stadion („Iris Spranger: Aussitzen ist keine Politik, Stadion jetzt! Schluss mit Stillstand!“). Den Schlusspunkt des Tages setzten dann wieder wir, indem wir uns mit „Klick klick klick – Danke für deine jahrelange Arbeit, MIC!“ bei unserem langjährigen Fotografen für sein Schaffen bedankten. Der Abschied von der Mannschaft fiel vergleichsweise kurz aus, lediglich Toni Leistner richtete noch einmal ein paar Abschiedsworte an die Ostkurve.

Gäste:
Knapp 1.200 Fürther fanden an diesem Spieltag am Marathontor Platz, reisten unter dem Motto „In Grün nach Berlin“ an und verkauften dazu ein entsprechendes T-Shirt („Unser Kleeblatt, das wird niemals untergeh’n“, inklusive Kleeblatt darunter). Wie bereits in vergangenen Jahren wurde der Block seitlich begrenzt (links weiße Stoffbahn mit grünem „SpVgg“-Schriftzug, rechts grüne Stoffbahn mit weißem „Fürth“-Schriftzug), zusätzlich wurde in der Blockmitte eine Konstruktion für die Zaunfahnen (der Gruppen) geschaffen. Davor waren mit „Zurück zur SpVgg Fürth“ und „Unser Kleeblatt, das wird niemals untergeh’n“ noch zwei große Zaunfahnen befestigt, vor dem Block dann noch weitere Zaunfahnen. Freunde waren heute augenscheinlich nur bei Stradevia 907 zu Gast, über deren Fahne hing ein Schal des Block 385 (FSV Frankfurt). Angetrieben von zwei Vorsängern trieb man das Kleeblatt bestmöglich an, war akustisch bei uns aber nicht zu vernehmen.

Mit dem Spruchband „Gegen Kollektivstrafen, für volle Kartenkontingente – Stadt Jena, gib die Tickets frei!“ äußerten sich Horidos 1000 Ultras zur Kartensituation im Thüringenderby und forderten das volle Gästekontingent für die Anhänger von Rot-Weiß Erfurt. Nach dem Abpfiff entlud sich der Zorn im Gästeblock sichtbar gegenüber der Mannschaft, die Heimreise durfte man auf dem 17.Tabellenplatz antreten. Bekanntermaßen schlug man am letzten Spieltag erst souverän die Fortuna aus Düsseldorf und ging dann als Sieger aus der Relegation gegen Rot Weiß Essen hervor.