Hertha BSC – Karlsruher SC 0:0

Tore: keine

Zuschauer: 59.655

Zum Spiel:
Nach dem enttäuschenden Auftritt unserer Mannschaft in Gelsenkirchen, folgte ein torloses Unentschieden gegen unsere Freunde aus Baden. Gemessen an den Spielanteilen und der spielerischen Leistung beider Teams, geht das Endergebnis damit auch in Ordnung. Obwohl es an Abschlüssen keineswegs mangelte, blieben wirklich zwingende Torchancen im Verlauf des Spiels aus. Auch gelang es Hertha nicht, wirkliche Spielideen auf den Platz zu bringen.

Ostkurve Hertha BSC:
Zu Spielbeginn präsentierte die Ostkurve Hertha BSC über den Ober-und Unterring hinweg eine große Fahnenmeer-Choreo. In der gesamten Ostkurve wurden über 3.500 blau-weiße Herthafahnen verteilt, welche zuvor in Handarbeit auch von Helfern aus dem FKO erstellt wurden. Vielen Dank an dieser Stelle, und da diese Saison auch das zwanzigjährige Jubiläum des FKO ansteht, sei gesagt: Sei ein Teil des Ganzen und werde FKO Mitglied!

Im Oberring wurde der Spruch „Diese Fahne in Blau & Weiß ist das Herzstück des Vereins!“ mit alleinstehender Herthafahne gezeigt. Eine simple Aktion, dennoch unterstreicht sie abermals, wie wichtig die Hertha-Fahne in Blau & Weiß für unseren Verein ist. Eine Handvoll große Herthafahnen verteilt in der Kurve komplettierten den gelungenen Choreo-Heimauftakt von uns.

In Ergänzung zu der Aussage zeigten wir ein Spruchband mit der Aufschrift „Der Discoball sollte sie vertreiben (Herthafahne) doch sie wird auf ewig bleiben!“ (HB`98) Auslöser hierfür ist die neue Mitgliederjacke von Hertha BSC, welches statt der Herthafahne den
alten Discoball als Logo trägt. Hierbei ging es uns darum zu sensibilisieren, dass dieses Logo keine weitere Verwendung mehr bei Hertha finden darf.

Noch vor Spielbeginn zeigte die Ostkurve abermals, was in ihr steckt. Das gemeinsame Einklatschen war brachial und auch dank der übrigen Herthaner außerhalb der Ostkurve konnte so ein erstes Ausrufezeichen gesetzt werden. Die Stimmung in der Ostkurve pendelte sich im Spielverlauf zwischen „Okay“ und „zu wenig ein“. Zu Beginn konnten wir noch eine passable Lautstärke erreichen. Unsere Mannschaft auf dem Rasen machte es uns aber nicht leicht, weswegen keineswegs mehr Bäume ausgerissen werden konnten.

Den KSC zum ersten Heimspiel zu Gast zu haben, lässt auch keine feurige Atmosphäre aufkommen. Bis auf den ein oder anderen Wechselgesang blieben beide Kurven eher mit sich selbst beschäftigt. In der Ostkurve gab es außerdem einige Spruchbänder zu lesen. Ein Trauerspruchband mit der Aufschrift „Siamo con te Mauri“ (zu Deutsch: „Wir sind bei dir, Mauri) richtete sich an einen befreundeten in Berlin lebenden Neapolitaner, der einen Trauerfall in der Familie zu beklagen hat.

Darüber hinaus zeigten wir mit anderen Gruppen der Ostkurve ein zweiteiliges Spruchband welches sich mit einem neuen Gesetz in Berlin beschäftigt, was es der Polizei erlaubt – ohne jeden Anfangsverdacht – Fahrgäste in Bussen und Bahnen rauszuziehen und zu kontrollieren. Dies stellt unserer Meinung nach einen erheblichen Eingriff in die Grundrechte dar, und verschärft Themen wie Racial Profiling und Polizeiwillkür. Wir verdeutlichten unser Anliegen neben einer Stellungnahme im letzten Kurvenecho mit dem Spruch: „Fahrschein kaufen und Grundrechte abgeben? Nein zu willkürlichen Polizeikontrollen in Berlin!“

Crew 2008 wünschte einem erkrankten Herthaner eine gute Genesung. Außerdem wurden in der Ostkurve zwei Väter aus Südberlin zu ihren Neugeborenen beglückwünscht. Ein großer Dank gilt den zahlreich angereisten Strasbourgeois, die die Blau-Weiße Achse an diesem Sonntag vervollständigten.

Gäste:
Die anwesenden Karlsruher Freunde waren während des Spiels hin und wieder zu vernehmen. Im Gästeblock war neben unserem, jeweils auch ein Schwenker der Hauptstadtmafia und von Ragazzi Della Curva bei Freunden im Einsatz. Die Verwendung des restlichen Tifo-Materials gefiel ebenfalls. Zur weiteren Bewertung unserer Gäste, lassen wir unsere Freunde aus Karlsruhe selbst zu Wort kommen:

Auch im Gästeblock hatten wir Höhen und Tiefen. Der Touri-Anteil unter den 3.800 Karlsruhern war nicht unerheblich. Aber bei den diversen Freundschaftsgesängen und wenn das Spiel vom KSC etwas hergab, konnte man dann doch den ganzen Block zu einer mehr als passablen Lautstärke aktivieren. Unterm Strich ein guter Auftritt von uns und eine Punkteteilung, mit der wir wahrscheinlich weitaus besser leben können, als unsere Freunde.