Hertha BSC – Holstein Kiel 0:1

Tor:
0:1 Therkelsen (63.)

Zuschauer: 47.280

Zum Spiel:
Da das mutige Saisonziel von 60 Punkten (= vier Siege aus den letzten vier Spielen) vorher ausgegeben wurde, begann Hertha wie schon im Heimspiel zuvor gegen Kaiserslautern ziemlich ambitioniert. Ein wieder mal brotloses Chancenplus zum Pausenpfiff und ein schlechter Schiedsrichter sorgten zu Beginn der zweiten Hälfte für mehr Aktivität der Gäste, die dann auch gleich belohnt wurden und das Ding ohne große Anstrengung nach Hause schaukelten, während auf Herthaseite dem Anlass (Spendenaktion, Sondertrikot, schönes Wetter, nur ein mickriger Heimsieg im Jahr 2026) entsprechend unter performt wurde.

Ostkurve Hertha BSC:
Der Spieltag stand im Zeichen unserer jährlich stattfindenden Sammelaktion „Spendet Becher – Rettet Leben“. Nachdem wir schon zum 21. Mal für eine Berliner Institution sammelten, in diesem Jahr für „Herzenszeit Berlin“, verlief das von vorne bis hinten reibungslos und wenn die Mannschaft ihren Teil dazu beigetragen hätte, wäre es wohl ein gelungener Tag gewesen. So muss man konstatieren, dass auch wir als Ostkurve froh sein müssen, wenn diese Saison geschafft ist, denn Anspruch und Wirklichkeit klaffen weit auseinander. Ansonsten gab es gemeinsame Spruchbänder mit der Kieler Szene zum neuen Polizeigesetz, das dem Bundesland Schleswig-Holstein droht. Harlekins: „KI-Analyse, ständige Kontrolle, Überwachungsfantasien…“ – Kiel: „Euer Sicherheitsverständnis tötet die Freiheitsrechte!“ – Beide: „Neue Polizeigesetze stoppen!“

Gäste:
Die Kieler Szene beteiligte sich vorbildlich bei „Spendet Becher – Rettet Leben“ und machte den unteren Gästeblock zu zwei Dritteln voll, während noch ein paar hundert Fans im Oberring saßen. Ein, zwei Mal waren sie hören. Zum Anpfiff führten die Gästefans eine missglückte Zettelaktion durch, die das Gründungsjahr “1900” hätte darstellen sollen. Zudem gratulierten sie der Loyal Crew aus Kassel zu fünf Jahren Existenz.