Hertha BSC – 1. FC Kaiserslautern 0:1

Tor:
0:1 Berisha (47.)

Zuschauer: 53.419

Zum Spiel:
In der ersten Hälfte war Hertha das dominierende Team und erarbeitete sich die ein oder andere Torchance. Nachdem es torlos in die Kabine ging, erzielte Kaiserslauterns Berisha zwei Minuten nach Wiederanpfiff das 0:1. Im Anschluss war es ein Spiel auf Augenhöhe, bei welchem es unserer Mannschaft nicht gelang, dicke Torchancen in Tore umzumünzen. So blieb es beim 0:1 für den 1. FCK und Hertha musste die nur vereinzelt neu aufgekeimten Aufstiegshoffnungen erneut zurückstellen.

Ostkurve Hertha BSC:
Das erste Spiel nach den Vorfällen in Dresden in der Vorwoche stand ganz unter dem Zeichen des verloren gegangenen Doppelhalters mit dem „Ostkurve Hertha BSC“-Logo. Wie im letzten Kurvenecho angekündigt, hing die bekannte Ostkurvenfahne als Konsequenz zum eigenen Versagen erstmals nicht mehr über unserer Kurve. Dazu gab es vor dem Anpfiff ein paar Worte an die Anwesenden. Das „Auf geht’s Hertha kämpfen und siegen!“ im Anschluss wirkte als gute Motivation für unsere Kurve, die natürlich weiterhin bestehen bleibt und auch lautstark und selbstbewusst auftreten wird. Zum Einlaufen der Mannschaften zeigten wir das Spruchband mit der Aufschrift: „Durchhalten, Lenny!“ um einem Mitglied – welches vor kurzem ein bundesweites Stadionverbot erhalten hat – den Rücken zu stärken. Während Hertha in der ersten Hälfte das Spielgeschehen dominierte, erwischten wir eine akzeptable Lautstärke. Die Hauptstadtmafia wünschte einem verletzten Mitglied mit dem Spruchband „Gute Besserung Lars!“ eine schnelle Genesung.

Mit dem Gegentreffer und der darauffolgenden Fehleranfälligkeit unserer Mannschaft konnten wir das Level aber nicht mehr halten und ließen zum Ende des Spiels deutlich nach. Die von den Vorsängern angestimmten Lieder wurden von der Kurve nicht mehr angenommen. Es brauchte schlicht mehrere Anläufe, um schlussendlich festzustellen, dass die Luft vollends raus war, die Enttäuschung vom Spielgeschehen war deutlich spürbar. Daneben war die Frustration mit der aktuellen Situation allgegenwärtig. Der einzige Lichtblick des Tages war der Besuch von einigen Karlsruhern. Daneben beehrten uns zahlreiche Strasbourgeois und ein Neapolitaner.

Gäste:
Im Gästeblock war zahlenmäßig nicht mehr so viel los, wie in den Jahren zuvor, als die roten Teufel im Olympiastadion spielten. Zu vernehmen waren die Pfälzer lediglich während der Ansprache vor dem Spiel auf unserer Seite. Während des Spiels unterbrachen die Gäste immer mal wieder die Supportbemühungen, der Grund hierfür war jedoch nicht ersichtlich. In der zweiten Hälfte präsentierten die Pfälzer noch ein Genesungsspruchband mit der Aufschrift „Gute Besserung, Simon!“. Außerdem zeigten die Ultras des 1. FCK das bekannte Spruchband „Scheiss Print@Home!“, welches sich mit den unliebsamen Print@Home-Karten auseinandersetzt. Im Bereich des Pfalz Infernos wurde auf einer Fahne ein alternatives Ticketlayout für Hardtickets hochgehalten. Scheinbar entschied sich der Gastverein gegen das Angebot der traditionellen Eintrittskarten, die nach wie vor von Hertha BSC angeboten werden. Unterstützung erhielten die Gäste von Mitgliedern der Horda Frenetic aus Metz, welche mit je einem Schal über den Zaunfahnen der Generation Luzifer und Frenetic Youth, Präsenz zeigten. Ebenso waren Mitglieder des Schwabensturm Stuttgart im Gästeblock anwesend.