Tore:
0:1 Winkler (51.),
0:2 Kownacki (68.),
0:3 Schuler (92.)
Zuschauer: 49.000
Zum Spiel:
Zwei sehr unterschiedliche Hälften wurden an diesem Samstagabend von den beiden Mannschaften auf dem Rasen geboten. In der ersten Halbzeit ging offensiv so gut wie nichts bei Hertha und hinten musste man ein paar Mal zittern. Doch Torhüter Ernst hatte glücklicherweise alles im Griff und musste schon in der 4. und 9. Minute Abschlüsse von Rochelt und Pichler parieren. Von unserer Mannschaft konnte lediglich Reese einmal halbwegs gefährlich in Richtung Tor schießen, allerdings ging der Ball in der 21. Minute aber über das Tor. Heikel wurde es noch einmal vor der Halbzeit, als Winkler den Ball kurz vor der Linie nach gegnerischem Kopfball klären musste.
Im Laufe der 2. Halbzeit spielte unsere Elf dann endlich offensiv besser auf und belohnte sich zur Abwechslung auch einmal dafür. So geschah es, dass Kownacki Winkler in ein Laufduell schickte, welches dieser gewann und in der 51. Minute zum 1:0 einnetzte. So sollte es auch weiter gehen. Reeses Flanke in der 68. Minute segelte auf Kownacki, der per Kopf das 2:0 erzielte. Da aller guten Dinge bekanntlich drei sind und Winkler in der 80. Minute abermals vor der Linie klären konnte, stand dem 3:0 in der Nachspielzeit nichts im Wege. Cuisance flankte von links an den Strafraum, wo Schuler den Ball in der 92. Minute ins Tor haute.
Herthaner Uff Achse:
Mit einigen Bussen bewegten sich die Gruppen der Ostkurve heute in Richtung Hannover, um den Nachmittag zusammen in einem Biergarten im direkten Stadionumfeld zu verbringen.
Mit Anpfiff fanden sich offiziell 7.500 Gäste im Niedersachsenstadion ein. Neben den Gästeblöcken können es durchaus noch ein paar mehr gewesen sein, die der Hertha die Daumen gedrückt haben. Eingeläutet wurde das Abendspiel mit einer Choreo. Hauptbestandteil war eine Blockfahne, welche einen Herthawimpel darstellte. Zentral zu sehen war die Hertha-Fahne, die von den Worten „Sport-Club unserer Stadt“ eingerahmt wurde und Teile des Ober- und Unterrings bedeckte. Im Hintergrund der Blockfahne wurden oben blaue und unten weiße Fähnchen geschwenkt. Das Motiv der Choreo wurde vor dem Spiel bereits großflächig an die anwesenden Herthaner auf T-Shirts verkauft. Ein paar Minuten später, beim typischen Einhaken zu Spielbeginn, erblickten weiße Fackeln mit blauem Rauch im Hintergrund den Abendhimmel. Heute konnte bereits beim Einsingen das Potential des großen Gästeblockes gezeigt werden, zur Melodie von „Luna Rossa“ des noch recht neuen Liedes kochte die Stimmung bereits hoch. Insgesamt gab der Berliner Anhang heute in der ersten Halbzeit definitiv eine gute Visitenkarte ab und konnte häufig weite Teile der anwesenden Herthaner mitziehen. Die Hauptstadtmafia wies mit dem Spruchband „Repressionsdruck und Willkür außer Rand und Band – Fanhilfen behalten das Zepter in der Hand“ auf eine Gerichtsentscheidung zugunsten einer Einzelperson in Hannover hin, der Hintergrund zu diesem Spruchband liegt bei dem Spiel Hannover 96 II gegen Hansa Rostock. Im Nachgang dieser Partie wurde einer Person fälschlicherweise vorgeworfen, einem Gästefan den Schal rauben zu wollen. Zusammen mit der Fanhilfe Hannover konnte man die haltlosen Vorwürfe vor Gericht ad absurdum führen und einen Freispruch erwirken. Aufgrund eines medizinischen Vorfalls im Stehplatzblock zur Mitte der 2. Halbzeit stellten wir die Unterstützung der Mannschaft ein. Bis auf einige wenige „Auf Wiedersehen“-Rufe nach dem 3:0 für unsere Alte Dame verhielten sich die mitgereisten Berliner für den Rest des Abends still. Dass solche Rufe nach dem Einstellen des Supports aufgrund eines ernsthaften medizinischen Notfalls im Block völlig unangebracht sind, sollte hoffentlich jedem klar sein. Auch bei dieser Begegnung waren Gäste aus Karlsruhe und Strasbourg anwesend, vielen Dank für eure Unterstützung!
Heimkurve:
Bei einem ausverkauften Niedersachsenstadion war demzufolge auch die Nordkurve der Hannoveraner gut gefüllt. Zu Spielbeginn wurde im Unterrang der Heimseite ein großes Choreo-Spruchband mit dem Text „Unbelehrbare Intensivtäter“ samt Vereinswappen gezeigt. Dazu gingen in der gesamten Kurve rote, grüne und gelbe Bengalos an. Außerdem stiegen einige farblich passende Raketen in die Luft, ein insgesamt sehr gut gelungener und schön anzusehender Start der Niedersachsen. Nach dem optischen Start machte die Heimseite jedoch wenig auf sich aufmerksam und konnte selten die gesamte Nordkurve in die Lieder miteinbeziehen. Nach dem Einstellen unseres Supportes beteiligten sich auch die Gruppen aus Hannover und das Niedersachsenstadion blieb für den Rest der Begegnung still. An dieser Stelle ein Dankeschön an die Hannoveraner für die Beteiligung.










