Dynamo Dresden – Hertha BSC 0:1

Tore:
0:1 Winkler (80.)

Zuschauer: 31.414

Zum Spiel:
Das Osterwochenende führte unsere Hertha am Samstagabend zum Prestigeduell nach Dresden. Ein über weite Phasen ausgeglichenes Topspiel fand seinen sportlichen Höhepunkt tief in der zweiten Halbzeit. Auf eine rote Karte für Brekalo folgte wenige Minuten später ein Handelfmeter für Dynamo. Keeper Ernst parierte stark und hielt damit die Mannschaft im Spiel. Im Gegenzug konnte sogar in Unterzahl durch ein Kopfballtor von Winkler die Führung erzielt werden. Im Anschluss verteidigten 10 Herthaner leidenschaftlich und brachten den Vorsprung über die Zeit. Durch den Auswärtssieg steht die Mannschaft nun bei 13 Punkten aus den letzten 5 Pflichtspielen und öffnet wieder die Tür für ein potenzielles Saisonfinale.

Herthaner Uff Achse:
Am frühen Nachmittag machten sich zahlreiche Busse auf den Weg nach Sachsen. Trotz erwarteter Einstufung als Hochrisikospiel inklusive erlassener Allgemeinverfügung der Stadt Dresden blieb die Fahrt bis zur Landesgrenze des Freistaats überraschend bullenfrei. Die Gruppen der Ostkurve starteten mit einem Intro in die Partie. Ein hochgestelltes Banner, welches den weißen Schriftzug Berlin auf blauem Grund zierte und in dessen Mitte sich die Herthafahne befand, wurde mittels entsprechend farbiger Rauchtöpfe sowie römischen Lichtern untermalt. Während der Durchführung gelang es dem Heimanhang unbemerkt über die Dachkonstruktion bis zum oberen Ende hinter den Gästeblock vorzudringen und ein Teil der aus Doppelhaltern bestehenden Ostkurvenfahne zu entwenden. Dabei handelte es sich um das Logo der Ostkurve Hertha BSC. Ein Logo, welches den Zusammenschluss Förderkreis Ostkurve repräsentiert und darüber hinaus für die aktive Fanszene steht. Eigene Leichtsinnigkeit und Naivität resultieren in dem schmerzhaften Verlust eines Doppelhalters, welcher im Stil der Heimzaunfahne angefertigt wurde und erstmalig in der Saison 2022/23 im Rahmen eines Auswärtsspiels in Mainz als Wendedoppelhalter auftrat. Die anschließende Präsentation im K-Block markiert einen großen Tiefpunkt in der Geschichte unserer Fanszene. Daraufhin
verließen wir den Block und traten die Heimreise an.

Heimkurve:
In Dresden stand der Spieltag ganz im Zeichen des Gedenkens an die kürzlich verstorbene Dynamolegende Hans-Jürgen „Hansi“ Kreische. Der K-Block rund um Ultras Dynamo drückte seine Anteilnahme durch ein Gedenkspruchband und dem Entzünden einer Fackel aus. Bereits vor Anpfiff deckte eine weinrot-weiße Dynamoblockfahne den gesamten K-Block ab. Beim Herunterlassen der Blockfahne offenbarte sich ein durch schwarze und gelbe Ponchos gebildetes SGD. Unterstützung erhielt Dynamo von ihren Freunden aus Zwickau.