1. FC Magdeburg – Hertha BSC 1:0

Tor:
1:0 Ulrich (61.)

Zuschauer: 28.123

Zum Spiel:
Für unsere Mannschaft ging es um die berühmt berüchtigte goldene Ananas, wohingegen die Magdeburger noch mitten im Abstiegskampf stecken. Das Spiel startete äußerst zäh und so gab es nur wenige Chancen auf beiden Seiten. Nach einer guten halben Stunde setzten die Hausherren dann das erste Ausrufezeichen in Form eines Pfostentreffers. Die Partie plätscherte so vor sich hin und in der 61. Minute erzielten die Magdeburger sodann den Treffer des Tages. Unsere Herthaner bemühten sich danach nochmals, blieben aber auch im weiteren Verlauf viel zu harmlos.

Herthaner Uff Achse:
Knapp 3.000 Berliner machten sich auf den Weg in die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts. Die Fanszene entschied sich gegen die überfüllten Regios und bevölkerte die Autobahn in den verschiedensten Gefährten. Der Pöbel war zu Beginn recht gut aufgelegt und so konnte sich noch vor Anpfiff das erste Mal Gehör verschafft werden. Auch nach dem Anpfiff und in der ersten Halbzeit lässt sich die Stimmung als durchaus gut betiteln. Die fußballerische Kost auf dem Rasen verhalf aber leider nicht zu mehr, sondern sorgte eher dafür, dass die Stimmung in der zweiten Halbzeit abflachte. In dieser Hinsicht also kein weltbewegender Support, der nicht ewig in Erinnerung bleiben wird und der an die zwei sehr ordentlichen Auftritte aus den Vorjahren nicht anknüpfen konnte.

Zur 30. Minute hatten wir dann abermals ein deutschlandweites Spruchband zur bevorstehenden Innenministerkonferenz am Start: “Wir lassen uns nicht spalten! Innenminister: Feinde der Fankultur!”. Durch fehlende Transparenz und Lügen wird versucht Fans gegeneinander auszuspielen. So versucht die Innenpolitik, ein Zerrbild zwischen vermeintlich “guten Fans” und “bösen Störern” herzustellen. Hiermit soll verschleiert werden, dass die Vorhaben der IMK nur ein Ziel verfolgen: Die Kurven dieses Landes in Gänze zu bekämpfen und die Fankuktur hierzulande zu zerstören. Wir lassen uns das aber nicht gefallen und stehen weiter gemeinsam als Ostkurve und mit den anderen Fanszenen Deutschlands. Wir lassen uns nicht spalten! Zuletzt noch ein Dank an alle Herthaner, die aufgrund der kurzzeitigen Behandlungspause mitgereister Herthaner ihre eigenen Interessen hintenangestellt haben!

Heimkurve:
Der Block U startete mit dem bekannten “Fußballclub Magdeburg”-Schlachtruf in die Partie. Danach merkte man den Jungs und Mädels aber die lange Saison und auch die ersten heißen Temperaturen des Jahres an. So blieben die Magdeburger ein stückweit hinter ihren Möglichkeiten zurück. Nach dem Führungstreffer gelang es Block U, die Tribünen mitzureißen. So konnte zum Ende des Spiels eine beachtliche Lautstärke erreicht werden, als das Stadion den FCM zum Punktgewinn schrie. Neu hinzugekommen seit unseren letzten Besuchen war die “Wer liebt, der glaubt”-Fahne, die seit dem Darmstadt-Spiel und der Sperrung des Block U (Kollektivstrafe nach dem Heimspiel gegen Dynamo Dresden) nunmehr direkt in der Mitte zwischen den beiden Fahnen der Gruppen Blue Generation und Commando East Side hängt. Die Magdeburger beteiligten sich ebenfalls am deutschlandweiten Spruchband zur Innenministerkonferenz.