Tore:
0:1 Maza (5.),
1:1 Futkeu (38.),
2:1 Futkeu (55.)
Zuschauer: 12.125
Zum Spiel:
Wie schon häufig in dieser Saison erzielte unsere Hertha ein frühes Tor und so konnte der Gästeanhang nach gerade einmal fünf Minuten das 0:1 durch Maza bejubeln. Im Anschluss an dieses Tor stellte unsere Mannschaft die offensiven Bemühungen fast vollständig ein und so erzielten die Fürther folgerichtig kurz vor dem Halbzeitpfiff den Ausgleich. Die zweite Halbzeit begann wie die erste geendet hat und die Fürther drückten auf das 2.Tor und erzielte dies in Person von Futkeu schon in der 55. Minute. Im Anschluss erwachte unsere Mannschaft zumindest ein wenig mehr, konnte sich aber keine zwingenden Torchancen mehr erspielen. Folgerichtig endete die Woche mit einer enttäuschenden Niederlage bei heimschwachen Fürthern, die somit den erst dritten Saisonsieg feierten und nun wahrscheinlich eine Siegesserie starten werden.
Herthaner uff Achse:
Die Fanszene reiste heute mit Bussen und 9ern gen Süden und hatte für das Spiel eine kleine Choreografie im Gepäck. Unter dem Motto “Blau-Weiss sind unserer Farben… Hertha ist unser Verein!” erstrahlte der Gästeblock in Blau und Weiß. Zettel teilten den Block im Stile unserer Fahne und mittig ging eine Blockfahne nach oben, auf der die 70er-Jahre-Herthafahne abgebildet war.
Schon vor Beginn der Partie sangen sich die 2.000 Herthaner in Steh- und Sitzplatzblock warm und neben dem ein oder anderen Klassiker konnte das neue Lied “Wir ham’s geschworen Hertha BSC” endlich seinen Durchbruch feiern und wurde vom gesamten Gästeblock mitgesungen. Nach der gelungenen Choreografie legte der Gästemob direkt noch eine Schippe drauf. Im weiteren Verlauf des Spiels konnte ein guter Auftritt abgeliefert werden, der bei den Liedern “Blau-Weiss sind unsere Farben”, “Wir, wir woll’n Hertha” und dem erneuten Singen des neuen Kurvenlieds Ausreißer nach oben aufweisen konnte. Für die Stimmungshoheit im Ronhof hat der Auftritt ausgereicht, auch wenn die Mannschaft mal wieder gar nicht mitspielte. Als Ostkurve Hertha BSC beteiligten wir uns an der Becherspenden-Aktion der Fürther und konnten am Ende des Tages vier volle Tonnen und Spendendosen übergeben. Allein im Gästeblock kamen dabei knapp 2.000 Euro zusammen.
Heimkurve:
Zu diesem Heimspiel organisierte die Gruppe “Stradevia 907” eine Becherspende-Aktion für die Bahnhofsmission Fürth. Bereits an den beiden vorangegangen Spieltagen wurde unter dem Namen „Stradevia hilft“ Geld gesammelt, heute wurden im Stadionumlauf Spendentonnen für Pfandbecher aufgestellt und Helfer mit Sammelbüchsen waren ebenso anzutreffen. Zum Aufwärmen der Mannschaft war ein Spruchband mit der Aufschrift “Wir fordern Siegermentalität im Abstiegskampf!” zu lesen. Zu Beginn des Spiels folgte das nächste Spruchband zu ihrer Jahreshauptversammlung mit der Aufschrift “JHV: Leere Floskeln, Intransparenz und fragwürdige Strukturen”. Auf der Gegengerade war parallel „Geschäftsführung/Aufsichtsrat: Euch fehlt das Bewusstsein für Basis und Fans“ zu lesen. Im weiteren Spielverlauf knüpfte Stradevia mit „Wer Hermann eine Bühne gibt, scheisst auf die Grundrechte von Fussballfans! Die JHV gehört den Mitgliedern! Haltet euch dran!“ thematisch daran an und kritisierte damit den Auftritt von CSU-Politiker Joachim Hermann als Gastredner. Zudem wurde mittels Spruchbands auf die Gewalt der Bullen aufmerksam gemacht “Von Jena bis Freiburg – einmal quer durchs Land: Solidarität mit allen Opfern von Willkür und Bullengewalt – ACAB“.
Der Stimmungsblock der Fürther Fanszene wurde nicht im Gästeblock vernommen und es sah so aus, als hätte der mittlere Bereich den Rest der Kurve nicht einmal mitreißen können. Nach dem Abpfiff wurde der Heimsieg mit zwei einzelnen, grünen Fackeln gefeiert und der Heimbereich war zum ersten Mal mit einem Lied auf „Daylight“ (No Angels) zu vernehmen, denn der Gästeblock war inzwischen mit dem Abbau beschäftigt. Unterstützung erhielten die Fürther von 6 italienischen Freunden der Ultras Cerignola 1984 aus der gleichnamigen Stadt im Süden des Landes.






