Tore:
0:1 Scherhant (16.),
0:2 Cuisance (69., FE),
1:2 Michel (90.+4)
Zuschauer: 14.280
Zum Spiel:
Bereits nach vier Minuten waren alle Herthaner das erste Mal geschockt. Sessa rutschte denkbar ungünstig vor dem eigenen Strafraum aus, was die Paderborner eiskalt ausnutzen konnten. Die Führung währte aber nur kurz, denn der VAR nahm den Treffer aufgrund von – mehr als hauchdünnem – Abseits zurück. Unsere Mannschaft war danach aber offensichtlich endlich wach und im Pflichtspieljahr 2025 angekommen. Scherhant sorgte in der Folge in der 16. Minute per sehenswertem Sonntagsschuss für das 0:1. Im weiteren Verlauf gab es Chancen auf beiden Seiten, ohne dass aber eine Mannschaft zwingend gefährlich werden konnte.
Nach Wiederanpfiff nahmen die Gastgeber das Heft in die Hand und drückten ordentlich auf das Tor unserer Herthaner. Die Defensive stand aber gut und ließ nichts anbrennen. In der 69. Minute stand erneut Scherhant im Mittelpunkt, welcher geschickt einen Elfmeter rausholen konnte. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte Cuisance sicher im Kasten. Im Anschluss drückten die Paderborner weiter auf den Anschluss und waren mehrmals gefährlich vor dem Tor unterwegs. In der Nachspielzeit gelang dann noch der Anschlusstreffer zum 1:2, aber kurz danach war dann auch Schluss und unsere Mannschaft konnte den Sieg über die Zeit retten.
Herthaner uff Achse:
Etwas mehr als 1.500 Herthaner machten sich zum Rückrundenstart auf den Weg nach Ostwestfalen und wurden mit einem Sieg bei feinstem Sonnenschein belohnt. Der SC Paderborn schaltete einen Teil des Gästekontingents erst am Morgen des Spieltags frei. Bei fanfreundlicherer Planung des Heimvereins hätten 400 Herthaner mehr die Fahrt wahrnehmen können. Zeigt aber auch, dass vor Ort im Zweifel immer noch was geht! Die aktive Fanszene reiste geschlossen mit Bussen an und erreichte das Stadion mehr als pünktlich. Demnach konnte in aller Ruhe ansehnlich der “Zaun” beflaggt werden und auch noch ein neueres Lied ausführlich geprobt werden. Die mitgereisten Herthaner hatten sichtlich Bock und so konnten gut eine Stunde vor Anpfiff bereits die ersten Lieder lautstark zum Besten gegeben werden. Der Spieltag stand aber auch unter dem Stern, dass sich unter der Woche der Todestag von Kay zum ersten Mal jährte. Es ist nach wie vor erschreckend, dass er seit mehr als einem Jahr nicht mehr bei uns ist. Ruhe in Frieden, lieber Kay! Dementsprechend hing das gesamte Spiel über in vorderster Reihe die “In Gedenken an Kay Bernstein”-Fahne, was für diesen Spieltag sichtlich angemessen war.
Der Block startete relativ verhalten ins Spiel, was aber sicherlich auch mit dem kurzen Schreck und dem Abseitstor der Gastgeber zusammenhängen dürfte. Mit dem Führungstreffer nach einer guten Viertelstunde wurden die Sorgenfalten dann etwas weniger und auch der Block konnte nochmal etwas nach oben fahren. Diese Leistung konnte konstant gehalten werden, wobei es aber wenig Ausreißer nach oben gab. Lediglich nach dem 0:2 ging es für kurze Zeit nochmal etwas höher mit der Lautstärke. Hier waren also wohl noch einige in der Winterpause und in der nächsten Woche gegen den HSV muss da definitiv noch eine Schippe draufgelegt werden. Alles in allem also ein solider Auftritt, mehr aber auch nicht.
Heimkurve:
Die Heimseite rund um Black Blue Fighters, Passione und Supporters startete mit einem Gedenkspruchband für Kay in die Partie und holte sich dafür vom gesamten Gästeblock den verdienten Applaus ab: “Mehr als nur ein Präsident – Kay Bernstein unvergessen!” – Vielen Dank dafür an dieser Stelle! Zu hören waren die Paderborner nur in unseren Pausen und auch ansonsten wirkte der kleine Teil hinter der “Sportclub Paderborn”-Zaunfahne eher isoliert vom restlichen Teil der Südtribüne. Hier hat sich also im Vergleich zur letzten Saison relativ wenig getan. Zu Gast bei Passione Paderborn waren Ultras aus Brindisi (Apulien) mit einer kleinen Zaunfahne.






