Preußen Münster – Hertha BSC 2:0

Tore:
1:0 Hendrix (30.),
2:0 Hendrix (70.)

Zuschauer: 12.422

Zum Spiel:
Für unsere Mannschaft ging es in dieser Partie um nicht mehr viel, der Gastgeber hingegen steckte weiterhin im Abstiegskampf. Dies spiegelte sich auch auf dem Platz wieder: Münster war in der ersten Hälfte das klar tonangebende Team und ging damit auch verdient in der 30. Minute durch ein Hacken-Tor von Hendrix in Führung. Auch nach der Pause kam Münster stärker zurück und erzielte in der 70. Minute das 2:0. Nach einem schlecht verteidigten Einwurf erzielte Hendrix erneut das Tor. Zu allem Überfluss holte Gechter sich noch die rote Karte ab und so spielte unsere Mannschaft die letzten Minuten zu zehnt.

Herthaner uff Achse:
6 Busse der aktiven Fanszene reisten zum Auswärtsspiel nach Münster und kamen aufgrund des Freitagsverkehrs inklusive Stau und Sperrung erst recht knapp am Preußenstadion an. Die Zeit reichte aber noch, um den Block ansehnlich zu beflaggen und sich zu einem neuen Kurvenlied auf die Melodie von Jermaine Jacksons “When the rain begins to fall” einzusingen, welches in dem kleinen Gästeblock unterm Dach auf Anhieb eine ordentliche Lautstärke erreichte. Auch im Laufe des Spiels wurde eine gute bis sehr gute Lautstärke erreicht, mit der wir sehr zufrieden sein können. Der Hertha-Anhang wollte seinen letzten Auswärtsauftritt nutzen, um sich vernünftig in die Sommerpause zu verabschieden. Die 1.300 Herthaner, die in den Gästeblock in Münster passten, hatten richtig Bock zu singen!

In der zweiten Halbzeit zeigten wir die aus der Vergangenheit bekannte “Bullenhass”-Fahne im Stile der Ostkurven-Fahne, ebenfalls hing über die gesamte Spielzeit die leicht modifizierte Freundschaftsfahne mit dem Spruch “Vereint in den Farben – Vereint gegen Bullen”. Anlass waren die Vorkommnisse beim Spiel zwischen Karlsruhe und Kaiserslautern, bei welchem die Bullen ohne erkenntlichen Grund die Fans vom KSC mit Schlagstöcken und Pfefferspray angriffen. Weitere Infos dazu findet ihr hier. Der Hass auf die behelmten Staatsdiener wurde mit minutenlangen Gesängen untermauert, ehe wir die letzten 15 Minuten nochmal das neue Lied weiter einübten, ehe die Mannschaft nach dem 0:2 auf dem Rasen verabschiedet wurde. Unterstützung erhielten wir in dem kleinen Gästeblock von ein paar Karlsruhern.

Heimkurve:
Die Heimkurve begann das Spiel mit einer Choreographie mit dem Motto “Stufen die die Welt bedeuten”. Dazu wurden durch Zettel ein schwarzes und grünes Balkenmuster gebildet, abgerundet wurde das Muster mit drei kleinen Blockfahnen mit den Buchstaben “FGK”, der Abkürzung für die Fiffi-Gerritzen-Kurve (benannt nach einem verdienten Spieler der Preußen). Nur das Aufziehen des “K” bereitete der Heimkurve wohl einige Schweißperlen und dauerte etwas länger, nachdem man die Fahne augenscheinlich zunächst falsch herum hochgezogen und dann zum Korrigieren wieder heruntergelassen hatte. Das Balkenmuster verschwand und nun wurden über die gesamte Kurve große und kleine Fahnen geschwenkt und viele grüne Rauchraketen und Bengalos gezündet. Mit dieser Aktion verabschiedeten sich die Ultras aus Münster von ihrer traditionellen Kurve, in der sie aufgrund der Umbauarbeiten am Preußenstadion und des nun bevorstehenden Abrisses der alten Stufen ihrer Kurve das letzte Mal standen. Die neue Tribüne wird Platz für knapp 9.000 Anhänger bieten und löst den seit 2001 genutzten alten Standort der aktiven Anhängerschaft perspektivisch ab.

Auch während des Spiels brannte es in der Heimkurve immer mal wieder. Akustisch ist im Gästeblock wenig angekommen, was sicherlich auch an unserem guten Auftritt und der Akustik des Stadions lag. Schließlich ist die FGK eine der letzten unüberdachten Kurven hinter einer Laufbahn. Die Mitmachquote in der Heimkurve sah aber über weite Strecken des Spiels vorzeigbar aus und zumindest optisch konnten die Münsteraner den guten Eindruck vom Hinspiel bestätigen. Zu Gast bei den Ultras von Fede Nerblo war das Bochumer Ruhrstadtkollektiv mit kleiner Zaunfahne, auch ein Exemplar der Gruppe „Pescara Rangers“ (PR1976) hing über der Fahne der führenden Münsteraner Gruppe.