Hertha BSC – SV Darmstadt 98 1:1

Tore:
0:1 Lidberg (48.),
1:1 Vukotic (ET) (62.)

Zuschauer: 46.763

Zum Spiel:
Die erste Torchance dieser Partie gehörte den Gästen, nach einer Ecke musste Ernst zeigen, was in ihm steckt und konnte uns so vor dem Rückstand bewahren. Kurze Zeit später war der Ball dann aber im Tor der Lilien, Demme verwandelte nach Pass von Reese. Doch der Pfiff des Unparteiischen unterbrach den kurzen Jubel, es wurde auf Abseits entschieden. Anschließend ging es ohne weitere Torchancen auf beiden Seiten weiter und die Mannschaften somit torlos in die Kabine.

Nach der Pause folgte gleich der Rückschlag für unsere Mannschaft, Lidberg staubte den Ball nach Fehler von Ernst ab und so stand es 0:1 für die Gäste. Unsere Mannschaft tat sich weiterhin schwer, sich Torchancen zu erspielen und so kann man von Glück reden,
dass Vukotic den Ball ins eigene Tor bugsierte. 1:1 war damit auch das Endergebnis eines schwachen Spiels beider Mannschaften, in dem man unserer Mannschaft aber zugutehalten muss, nach dem Rückschlag nicht aufgegeben zu haben.

Ostkurve Hertha BSC:
Bei bestem Fußballwetter startete die Ostkurve gemeinsam mit dem restlichen Stadion mit einer geschlossenen Schalparade zum “Nur nach Hause” in die Partie. Die Stimmung war an diesem Tag zufriedenstellend, Luft nach oben gibt es aber dennoch. So müssen wir Herthaner auch zum Ende der Saison nochmal gemeinsam an einem Strang ziehen und die letzten Punkte zum Klassenerhalt über 90 Minuten kontinuierlich herbei singen.

Nach 60 Minuten gab es eine größere Spruchbandaktion in der Ostkurve, mit der auf die Forderung nach Abschaffung der Verbandsstrafen und u.a. für den nicht missbräuchlichen Einsatz von Pyrotechnik aufmerksam gemacht wurde. Bereits vor dem Spiel waren etliche Personen aus der aktiven Fanszene im Stadion unterwegs und verteilten an den Stadioneingängen und im Umlauf tausende Flyer, auf denen die (guten) Argumente dieser Forderungen ausformuliert wurden. Sowohl Hertha BSC als auch die Ostkurve Hertha BSC stehen gemeinsam hinter dieser Forderung. Weitere Informationen findet ihr auf der Homepage www.verbandsstrafen-abschaffen.de. Die Internetseite hing bereits ab der Stadionöffnung gut sichtbar über dem Eingang zur Ostkurve. Gemeinsam mit unserem Präsidenten Fabian Drescher machten zwei Vertreter unserer Gruppe eine halbe Stunde vor dem Anpfiff in Form eines Kurzinterviews ebenfalls auf den aktuellen Stand und die Forderungen aufmerksam. Auf der Mauer zeigte die Ostkurve ein „Verbandsstrafen abschaffen“-Spruchband, auf die das Vereins- und das Ostkurvenlogo die gemeinsame Haltung von Verein und Kurve zum Ausdruck brachten. Dahinter gab es etliche Spruchbänder der aktiven Gruppen:
– „NOFV: Propagierte Prävention oder doch euer Monatslohn?“ (HB’98)
– „Funkenflug verboten, Geldregen erlaubt? Verbandsbereicherung stoppen!” (1892)
– „Hört auf die Fans und Vereine!“ Existenzen retten – NOFV reformieren!” (RDC’12)
– „Abtreten des Hausrechts“ (Crew 2008)
– “Unzählige Urteile, keine Wirkung… Eure Strafenpolitik: Mittel zum Selbstzweck“ (HB’98)
– “RL NO nicht zur Pleiteliga werden lassen!” (HM`03)

Mit den Spruchbändern wurden verschiedene Probleme hinter der Strafenpolitik der Verbände angesprochen. Diese Geldstrafen ignorieren, dass der Einsatz von Pyrotechnik in der Regel keine Verletzten nach sich zieht und auch keine Spielunterbrechungen herbeiführt. Nur auf diese Einsätze bezieht sich die Kampagne “Strafen zünden nicht!” im Übrigen auch. Diese Geldstrafen führen zu existenzbedrohenden, finanziellen Situatio-Rückblick nen (insbesondere in den unteren Ligen) und stellen eine intransparente Einnahmequelle der Verbände dar. In die Spruchbandaktion platzte der Ausgleichstreffer herein, sodass sich bei der Liedauswahl fix der Führung gewidmet wurde und dass ein oder andere Lied, das inhaltlich gepasst hätte, nun in Anbetracht des Geschehens auf dem Feld nicht angestimmt wurde. Dennoch blieben die Stoffe noch etwas oben. Vielen Dank für so viel Disziplin bei diesem fanpolitisch hochgradig wichtigen Thema, Ostkurve! Zu Gast waren heute erneut wieder Freunde vom KSC.

Gäste:
Rund 2.300 Fans der Lilien bevölkerten an diesem Tag den Gästeblock des Olympiastadions. Für die Kompaktheit wurden blau-weiße Bahnen eingepackt und der Block an der Seite verkleinert. Dies gelang nur bedingt, da etliche Fans die Sitze neben den Bahnen in Beschlag nahmen. Die Zaunfahnen wurden an einer Stangenkonstruktion ein paar Reihen oberhalb der Mauer angebracht, der Zaun des Oberrings blieb ziemlich leer. Vom Zaunfahnenbild ein eher enttäuschender Anblick und auch bei der Mitmachquote blieben die Darmstädter weit hinter anderen Auftritten “kleinerer” Fanszenen in dieser Saison zurück. In der Ostkurve ist kaum ein Gesang des Gästeblocks angekommen. Schwenkfahnen und Doppelhalter sorgten im unteren Bereich des Unterrings aber durchgängig für Bewegung. An der Spruchbandaktion in der 60. Minute beteiligte sich der Gästeblock mit dem Spruchband “Problem ist die Strafe – Nicht die Fackel” und der Fahne “Verbandsstrafen abschaffen!” vor dem Gästeblock. Passend dazu gab es einen Wechselgesang gegen
die Verbände. Unterstützung erhielten die Gäste von ihren Freunden aus Bern.