Tore:
1:0 Scherhant (28.),
1:1 Kyerewaa (57.),
1:2 Paetow (87.)
Zuschauer: 45.767
Zum Spiel:
Nach der 2:1 Auswärtsniederlage letzte Woche gegen Fürth, war die Mannschaft unter Zugzwang und kam gut in die Partie. Nach einem langen Ball auf Scherhant holte ein Abwehrspieler der Münsteraner ihn von den Beinen, es gab Elfmeter für Hertha! Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte sicher zum 1:0. Auch nach dem Tor war unsere Mannschaft das bessere Team und hatte einige gute Möglichkeiten. Besser aus der Kabine kam die Elf von Preußen Münster und erzielte in der 57. Minute verdientermaßen den Ausgleich durch Kyerewaa. Auch in der restlichen zweiten Halbzeit konnte unsere Mannschaft nicht an die guten ersten Minuten der vorangegangenen Halbzeit anknüpfen und bekam kurz vor Schluss sogar das Gegentor zum 1:2.
Ostkurve Hertha BSC:
Wie leider so häufig in dieser Saison pendelte sich die Stimmung auch in diesem Spiel erneut auf Mittelmaß ein. Da muss in der zweiten Saisonhälfte gerade bei Spielen, wo sich die Mannschaft schwertut, mehr von uns kommen. Zum Einlaufen der Mannschaften zeigte unsere Gruppe sowie die Hauptstadtmafia Spruchbänder für Karsten „Wir sind bei der Karsten!“ (HB´98) und „Heute denken wir nur an dich, gute Besserung Karsten!“ (HM´03). Auch an dieser Stelle weiterhin gute Besserung!
In der zweiten Hälfte gab es eine größere Spruchbandaktion gegen die Bullen. „Unser Wunschzettel für Weihnachten:, Bundesweite Kennzeichnungspflicht, unabhängige Ermittlungsstellen, Reisefreiheit für Fußballfans, Einhaltung des Grundgesetzes, keine Polizeigewalt, keine Öffentlichkeitsfahndungen, Abschaffung der Datei Gewalttäter Sport“. Abgerundet wurden diese Spruchbänder mit der bekannten „ACAB“ Fahne. Von der Gruppe 1892 gab es zwei Spruchbänder während des Spiels. Zum einen gegen die WM-Vergabe zur WM 2034 in Saudi Arabien, welche unter anderem durch die Stimme des DFB vergeben wurde: „WM 2034: keine Werte und Moral – was zählt, ist Kapital. Fick dich DFB!“ (1892). Das zweite Spruchband richtete sich an Preußen Münster, welche aktuell den Stadionnamen vermarkten möchten, um so Geld zu generieren: „Für immer Preußenstadion“ (1892).
Gäste:
Über 5.000 Gäste bevölkerten an diesem Freitagabend bei 476 km Entfernung zwischen den Städten den Gästeblock des Olympiastadions. Mit dabei waren 40 polnische Freunde von CKS Czeladz, die sogar eine eigene Fahne im Gepäck hatten. Der kleine Verein aus dem Amateurfußball stammt aus der Nähe von Sosnowiec, die Anhänger von CKS sind auch bei Zaglebie aktiv. Entstanden sind die Kontakte durch ein Szenemitglied der Polen, welches in Münster arbeitet. In der Ostkurve ist der Gästepöbel immer wieder angekommen und konnten so einen überzeugenden Auftritt hinlegen. Optisch hat die große „Sportclub Preussen Münster“ Fahne im Oberrang gefallen, im unteren Gästeblock wurden die Fahnen der Gruppen aneinandergereiht, zentral hing dabei die Fahne der führende Gruppe Fede Nerblo. Auch ein paar größere Schwenkfahnen waren im Gästeblock verteilt und wurden immer mal wieder eingesetzt. Nach dem Abpfiff blieb der Anhang der Münsteraner noch lange in Olympiastadion und feierten den Auswärtssieg.






