Hertha BSC – Gelsenkirchen 1:2

Tore:
0:1 Kalas (27.),
1:1 Resse (51.),
1:2 Karaman (55.)

Zuschauer: 70.159

Zum Spiel:
Nach dem desolaten Auftritt in Elversberg lagen die Augen einmal mehr auf der Mannschaft und dem spielerischen Erfolg des Tages. Hier galt es etwas gut zu machen. Diese Unsicherheit nutzten die Schalker aus und kamen in der 14. Minute durch Seguin zur ersten guten Torchance, welche jedoch noch von Marton Dardai abgeblockt werden kann. Anders sah es 13 Minuten später aus. Hier konnte Innenverteidiger Kalas den Ball aus kurzer Distanz nach einem Eckball in der 27. Minute einköpfen. Nach mehreren kleinen Chancen des Gastes, die hauptsächlich aus Eckbällen resultierten, kam Hertha durch Zeefuik in der 40. Minute noch zu einer hundertprozentigen Chance. Nach Flanke von Reese kam Zeefuik komplett frei vorm Tor zum Zug, konnte den Ball jedoch nach Flugkopfball trotzdem nicht im Tor unterbringen.

Im 2. Durchgang begann Hertha deutlich stärker und konnte sich in der 51. Minute bereits mit dem 1:1 belohnen. Diesmal war Zeefuik der Passgeber, welcher Reese Richtung Grundlinie schickte. Dieser ließ den Schalker Verteidiger Kalas ins Leere grätschen und konnte so aus kurzer Ecke einnetzen. Doch die Freude währte wie so oft nur kurz. Quasi in der nächsten Aktion brachte Maza im eigenen Strafraum den Gegner zu Fall und somit hieß es Elfmeter für Schalke. Karaman verwandelte diesen in der 55. Minute zum 1:2. Hertha hörte auch nach dem erneuten Rückstand nicht auf, nach vorne zu spielen. Doch egal ob Fallrückzieher von Reese oder ein Kenny vor leerem Tor: Die Mannschaft bekam es nicht hin, obwohl es Chancen für drei Spiele gab, noch mindestens ein Tor zu schießen und verließen trotz guter zweiter Hälfte den Platz erneut als Verlierer. Der Kuriosität des aktuellen sportlichen Auftritts unserer Mannschaft wurde noch eine weitere Krone aufgesetzt. In der 79. Minute hieß es indirekter Freistoß im Strafraum für Gelsenkirchen. Aus der 9-Mann-Mauer war es Zeefuik, welcher den Ball letztendlich abblockte.

Ostkurve Hertha BSC:
Um Spieler und Kurve auf das wichtige Spiel und den Abstiegskampf einzustimmen, zeigten wir mit den anderen Gruppen schon vor dem Anpfiff das Spruchband: „Volle Verantwortung für die Fahne auf der Brust! Abstiegskampf annehmen!“. Zumindest auf den Rängen funktionierte dies erstmal sehr gut und wir konnten die Mannschaft bereits mit lauten Gesängen vom Aufwärmen in die Kabine schicken. Generell war die Stimmung in der Kurve zu Beginn des Spiels sehr lautstark und man hatte das Gefühl, dass jedem auf den Rängen der Ernst der Lage bewusst war. Im Laufe des Spiels flachte die Stimmung phasenweise ab, gerade nach dem Ausgleich ging es kurzzeitig merklich wieder nach oben, ehe die Mannschaft umgehend einen Elfmeter für die Gäste verursachte. Es ist sicherlich niemandem zu verübeln, dass bei der aktuellen sportlichen Situation und einem erneuten Rückstand zu Hause die Lieder nicht mehr ganz so leicht über die Lippen gehen. Dennoch hieß es auch auf den Rängen weiter zu kämpfen und den eigenen Verein weiter nach vorne zu treiben, um dem Feind im Gästeblock nicht die Stimmungshoheit zu überlassen. Das mit dem nach vorne treiben hat bekanntlich final nicht funktioniert, aber dennoch musste man sich wieder einmal vor einem großen Gästeanhang als Ostkurve Hertha BSC nicht verstecken und konnte die Gäste stimmungstechnisch in ihre Grenzen weisen.

Auch zu diesem Spiel haben uns wieder zahlreiche Gäste aus Karlsruhe und Strasbourg besucht. Dafür vielen Dank!

Gäste:
Über 25.000 Gelsenkirchener und die, die es gerne sein wollen verirrten sich an diesem sonnigen Samstag ins Olympiastadion. Im Gästeblock versammelte sich die Szene um die Ultras GE unter der “Nordkurve Gelsenkirchen”-Zaunfahne. Die Gruppen der Gäste vermieden es jedoch, sich auf den erweiterten Gästeblock auf der gegenüberliegenden Seite des Marathonthors zu verteilen. Dadurch konnte lediglich im eigentlichen Gästeblock ein kompaktes Bild mit Schwenkern, Zaunfahnen und Doppelhaltern erzeugt werden. Die restlichen von Gästen bevölkerten Blöcke waren lediglich vereinzelt mit Zaun- oder Schwenkfahnen bestückt.

Über der Ultras GE Zaunfahne hing ein kleiner Überhänger der Freunde aus Enschede, zudem gab es Unterstützung aus Nürnberg.

Ansonsten konnten die Schalker ihr Potenzial aus so einem großen Gästeanhang nicht voll ausschöpfen. Fairerweise kann man ihnen trotzdem einen guten Auftritt bescheinigen, lautere Momente verbuchten sie vor allem bei den Wechselgesängen über das Marathontor oder ebenfalls zu Beginn des Spiels. Gemessen an der Gästezahl hatten wir aber auch schon bessere Szenen am Marathontor.