Hertha BSC – Fortuna Düsseldorf 0:2

Tore:
0:1 Kownacki (13.),
0:2 Niemiec (66.)

Zuschauer: 50.135

Zum Spiel:
Nachdem man vor der Länderspielpause den furiosen 4:3 Sieg in Kaiserslautern feiern durfte, waren an diesem Sonntag alle Weichen für ein Spitzenspiel gegen Düsseldorf gestellt. Doch leider kam das altbekannte Hertha-Syndrom hervor und so kam unsere Mannschaft nicht ins Spiel hinein und überließ Düsseldorf zunächst den Ball. Dies rächte sich in der 13. Minute, wo zum wiederholten Male in dieser Saison ein Freistoß nicht verteidigt werden konnte. Dawid Kownacki schob aus kurzer Distanz unhaltbar ein. Das 0:1 ließ unsere Elf etwas auftauen und es folgten bis zur Halbzeit weitere kleinere Chancen auf beiden Seiten. In Durchgang Zwei veränderte sich das Bild nur wenig und so führte ein Durcheinander im Strafraum vor Tjark Ernst dazu, dass der Ball ca. 12 Meter vor dem Tor Niemiec vor die Füße fiel und dieser zum 0:2 Endstand einnetzte. Kleinere Chancen konnte man zwar noch verbuchen, jedoch fehlte es an diesem Tag an Bissigkeit und Wille, sich noch einmal aufbäumen zu können.

Ostkurve Hertha BSC:
Ein schöner Sonntagvormittag für jeden Herthaner, der nur noch mit drei Punkten veredelt werden müsste. Dies möge man meinen, doch im Gleichschritt wie die Elf auf dem Platz konnte die Ostkurve am heutigen Tage nur in wenigen Momenten ihre Stärke zeigen. Zunächst gab es vor dem Spiel erneut Tourshirts zu kaufen und das neuste Kapitel des Tagebuch der Alten Dame gab es ebenfalls zu erwerben. Danach flachte der Tag in der Kurve jedoch leider steil ab, da zu keinem Zeitpunkt die Lautstärke aus Kaiserslautern oder Teilen der vorangegangenen Heimspielen abgerufen werden konnte. Auch der Spielverlauf mit wenigen Chancen machte es schwer Euphorie in die Kurve überschwappen zu lassen.

Erwähnenswert bleiben daher nur noch die gezeigten Spruchbänder. Wir begrüßten mittels Spruchband eine weitere junge Herhanerin in unserem Kreise, welches sodann während des Spiels über unserer Heimfahne hing (HB‘98). Des Weiteren äußerte man sich zu Hausdurchsuchungen bei mehreren Herthanern: „Verhältnismäßigkeit beim LKA verschwunden? Großer Aufmarsch – nichts gefunden!“ (Y&F) und den entsprechenden Gefühlen zu einzelnen Berufsgruppen: „Hertha B.S.C. – Bullenhass!“
Geburtstagsglückwünsche wurden uns Harlekins zum 26. Geburtstag ebenfalls mit einem Spruchband gewidmet: „Alles Gute HB98!“ (BO´23).

Gäste:
Über die rund 2.500 mitgereisten Düsseldorfer lässt sich leider nicht viel sagen, da man sie über das gesamte Spiel, auch nach den zwei Toren, in der Ostkurve nicht vernehmen konnte. Rund um die Ultras Düsseldorf wurde das Zaunfahnenbild ca. 15 Reihen nach oben verschoben, sodass die Gäste kompakt im Block standen. Das aber ein Teil der Gästefans im Oberring platziert war, obwohl im Unterring offensichtlich noch ausreichend Platz ist, ist etwas verwunderlich, da ein voller Block immer ein besseres Bild abgibt und so nochmal mehr Geschlossenheit symbolisiert hätte. Auffällig war ansonsten in optischer Hinsicht noch die „Voran rot weiss (F) auf ewig unbesiegbar“-Zaunfahne die im Oberrang befestigt wurde. Ebenfalls zu erwähnen ist noch ein Spruchband der Bushwhackers: „Auge um Auge – Kämpfen Pier!“. Ein erster guter Gästeauftritt in der Saison 2024/2025 bleibt somit weiterhin verwehrt.