Hertha BSC – 1. FC Kaiserslautern 0:1

Tor:
0:1 Sirch (57.)

Zuschauer: 47.443

Zum Spiel:
Nach zwei Niederlagen in Folge ging unsere Alte Dame als Außenseiterin in diese Begegnung. Die Gäste aus der Pfalz reisten hingegen mit Aufstiegsambitionen nach Berlin. Dem Prädikat Zweitliga-Topspiel wurde das Spiel in der ersten Halbzeit nicht wirklich gerecht, die Lauterer hatten allerdings anfangs etwas mehr Spielanteile, ohne zwingend gefährlich zu werden. Erst in der 17. Minute wurde es vor dem Gehäuse von Gersbeck gefährlich, Ache schob den Ball nur knapp am Tor vorbei. In der 33. Minute hatte Rückkehrer Reese die Möglichkeit zur Führung, scheitere aus spitzem Winkel aber am stark reagierenden Torhüter Krahl. Dementsprechend ging es torlos in die Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel kam Hertha mit mehr Schmackes aus der Kabine und drückte merklich auf das Tor des FCK, allerdings konnten die Gäste nach einem Konter zur Führung einschieben. Die weitere Leistung unserer Mannschaft war auch nicht so schlecht, allerdings war sie in Strafraumnähe einfach nicht zwingend genug. Die Gäste retteten die knappe Führung über die Zeit, sodass Hertha BSC am Ende des Tages erneut eine Niederlage verkraften muss.

Ostkurve Hertha BSC:
Unterstützung erhielten wir an diesem Abend von zahlreichen Freunden aus Strasbourg und Karlsruhe, dafür zuallererst vielen Dank. Außerdem war nach langer Zeit auch mal wieder eine Abordnung aus Neapel in Berlin. So durften wir uns zudem über 10 Ultras der Gruppe Rione Sanita aus der Curva A freuen. Die Partie startete mit einer dichten Schalparade und „Nur nach Hause“, parallel dazu zeigten wir das Spruchband „Verbandsstrafen abschaffen!“ und untermalten so noch einmal die Forderung der gleichnamigen Stellungnahme, die sowohl unser Verein als auch die Ostkurve Hertha BSC unterzeichnet haben. Es folgten 90 Minuten, die uns in keiner Weise zufriedenstellen können. In der Saison 2024/2025 war das definitiv der schlechteste Heimauftritt, ohne Wenn und Aber. Ein zweites Spruchband mit der Aufschrift „Gegen Kollektivstrafen!“ zeigten wir zum Anpfiff der 2. Halbzeit und drückten damit unsere Solidarität mit den Ultras des FCK aus, mehr dazu im folgenden Abschnitt.

Gäste:
Rund 6.000 Pfälzer fanden sich zu dieser Partie am Marathontor ein. Allerdings fehlten die Insassen von vier Bussen, die in der Nähe von Leipzig seit den Mittagsstunden in einer Polizeikontrolle ausharren mussten. Vorausgegangen soll eine Auseinandersetzung mit Fans von Alemannia Aachen sein. Entgegen vorangegangenen Aussagen wurden die Kontrollen nicht zügig durchgeführt und die Weiterreise nach Berlin gestattet. Stattdessen zog sich die Maßnahme von 11:45 Uhr bis 19 Uhr, die Insassen erhielten Betretungsverbote für Berlin und mussten unter Polizeibegleitung die Heimreise nach Kaiserslautern antreten. Angesichts des Fehlens der aktiven Fanszene war eine organisierte Stimmung im Gästeblock nicht vorhanden, lediglich ein bis zwei Schlachtgesänge wurden angestimmt.

Wir verurteilen an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich das Handeln der Polizei und fordern die Abschaffung von Kollektivstrafen!