Tore:
1:0 El Hankouri (48.),
1:1 Scherhant (55.),
1:2 Niederlechner (65.),
1:3 Schuler (86.)
Zuschauer: 27.300
Zum Spiel:
Freitagabend in Magdeburg, Flutlicht und mit Blick auf die vergangenen Partien war ein torreiches Spiel zu erwarten. Fußballherz was willst du mehr? Natürlich einen
Auswärtssieg für unsere Alte Dame! Die erste Halbzeit war von Taktik und Abwarten geprägt, sodass es nur wenige Chancen auf beiden Seiten gab. Die zweite Hälfte startete umso feuriger und bereits nach drei gespielten Minuten musste Ernst die Kugel aus dem Netz holen. Die Magdeburger erwischten uns somit eiskalt, aber bereits sieben Minuten später konnte Scherhant per sehenswertem Schlenzer den Ausgleich erzielen. Nur zwei Minuten später zappelte der Ball wieder im Netz der Hausherren. Die Freude währte nur kurz, da Cuisance beim Pass in die Tiefe knapp im Abseits gesehen wurde. Nun war aber auch der Mannschaft klar, dass hier definitiv drei Punkte mitgenommen werden können und so schlug Niederlechner nach Eckball und Verlängerung von Leistner per Kopf in der 65. Minute zu. In der 86. Minute machte dann Schuler den Deckel drauf und vollendete die Kopfballkette (Reese-Maza-Schuler), was es so sicherlich auch nicht alle Tage gibt. Ein erneut guter Auswärtsauftritt unserer Mannschaft, welcher Lust auf die bevorstehenden Aufgaben in der Fremde macht.
Herthaner uff Achse:
Die Fanszene reiste geschlossen per KFZ an und machte es damit vielen weiteren Herthanern gleich, die nach Feierabend direkt Richtung Sachsen-Anhalt aufbrachen. Im Gepäck erstmals mit dabei unsere “Ostkurve Hertha BSC”-Zaunfahne, welche sonst nur bei den Heimspielen im Oberring präsent ist. Diese wurde sehr ansehnlich am oberen Blockende über die Werbung gehangen und machte gut was her. Zum Anpfiff gab es eine mittlere zweistellige Anzahl an weißen Fackeln, welche sowohl im Steher als auch Sitzer überwiegend gut verteilt ein ansehnliches Bild ergaben und der Mannschaft ordentlich einheizen sollten. Am Zaun war hierfür das bereits vom Pauli-Spiel aus der vergangenen Saison bekannte “Hertha BSC”-Banner platziert.
Die Stimmung im Anschluss konnte sich auf jeden Fall sehen und hören lassen und bereits in der ersten Halbzeit konnten wir einige Ausrufezeichen setzen. In der zweiten Halbzeit gab es dann mit dem Gegentreffer einen kleinen Dämpfer zu verzeichnen, aber nach dem Ausgleich und dem aberkannten Abseitstor ging es mit der Stimmung erneut merklich nach oben und spätestens nach dem Treffer von Schuler konnte man die Stimmungshoheit übernehmen. Alles in allem erneut ein sehr guter Auftritt aller Herthaner in Magdeburg, so darf es gerne weitergehen.
Heimkurve:
Der Block U rund um Blue Generation und Commando East Side begrüßte zum heutigen Spiel abermals eine zehnköpfige Abordnung ihrer Freunde aus Polen von Hutnik Kraków, welche durch eine große „1950“-Zaunfahne relativ mittig des Blocks gut zu erkennen waren. Auch die Heimseite zeigte sich von ihrer besten Seite und stellte dies nicht nur eindrucksvoll mit dem bekannten “Fußballclub Magdeburg”-Schlachtruf zum Anpfiff der Partie unter Beweis, sondern auch weitergehend im Spielverlauf zog nahezu der gesamte Block mit, sei es bei Hüpfeinlagen oder auch dem Einsatz des Schals. Auch die Schwenker waren gut verteilt und gaben so ein stimmiges Gesamtbild ab.
Einzig fraglich bleibt das auf links/orange drehen der Bomberjacken, welches im Spielverlauf deutlich zunahm. Wieso möchte man in orange im Block stehen, wenn die Vereinsfarben blau-weiß sind? Dem Ganzen wird die Krone dann noch aufgesetzt, wenn in orangefarbener Bomberjacke statt einer Fackel eine Wunderkerze gen Nachthimmel gehalten wird.
Per Spruchband wurden dann u.a. auch noch Genesungswünsche ausgesprochen: “Gute Besserung, Laucke! Du bist niemals alleine!”. Zudem gab es für die polnischen Freunde ebenfalls noch Spruchbänder/Banner zu sehen: “Laziory Hutnik Hooligan – Kamil Piotrek – Tylko zwyciestwo!” – was übersetzt ungefähr das Folgende bedeutet: „Gammler, Kumpel, Hooligan – Kamil Piotrek – Es zählt nur der Sieg!“, was als Anfeuerung für einen polnischen Fan diente, der am nächsten Tag einen Kampf zu absolvieren hatte. Außerdem grüßte man noch inhaftierte polnische Fans: “Pawel – Adas – Pozdrowienia do wiezienia” („Pawel & Adas – Grüße in den Knast“).






