Notizen 2017/18

VfL Wolfburg – Hertha BSC 3:3

Tore:
0:1 Ibisevic (1.),
1:1 Gomez (6.),
2:1 Malli (26.),
1:1 Malli (41.),
2:1 Gomez (44.),
2:2 Rekik (53.),
3:2 Origi (60.),
3:3 Selke (83.)

Zuschauer: 25.214

Zum Spiel:
Was für ein Start in dieses verrückte Bundesligaspiel! Ganze zwanzig Sekunden braucht Ibisevic um seine Torflaute zu beenden und die mitgereisten Herthaner jubeln zu lassen. Die Freude währte allerdings nicht lange, denn bereits fünf Minuten später kullerte Gomez den Ball in unseren Kasten. Diese Freude war jedoch von begrenzter Dauer, da der Schiedsrichter diesen Treffer nach Videoüberprüfung nicht gab. Die nächste Chance bekamen die Gastgeber dann in der 20. Minute, den berechtigten Elfmeter vergab Gomez jedoch. Auch im Anschluss arbeitete und kämpfte nur der VfL und kam in der 26. Minute zum nächsten Torerfolg. Auch dieses Tor wurde jedoch, nach nach längerer Unterbrechung durch den Schiri und die Rücksprache mit dem Videoassistenten, nicht gegeben. In der 41. Minute war es dann jedoch soweit, Malli traf per Kopf und der Unparteiische konnte diesen Treffer beim besten Willen nicht mehr aberkennen. Noch vor der Pause konnte Gomez dann doch noch die Führung der Wölfe erzielen.

Und Hertha? Die kam nach der Pause kämpferischer zurück und wurde in der 53. Minute belohnt. Rekik entwickelt sich momentan zum Goalgetter und köpfte den Ball zum zwischenzeitlichen Ausgleich ein. Der starke Beginn setzte sich jedoch nicht fort und so offenbarten die Blau-Weißen auf dem Platz in der Defensive weiter erhebliche Lücken, eine davon nutzte Wolfsburgs Origi in der 60. Minute zur erneuten Führung. Nach vorne ging etwas mehr. Zwar brachte der Offensivschwung zunächst nichts Zählbares, aber die Herthaner waren bemüht und gaben sich nicht auf. In der 83. Minuten war es dann der eingewechselte Selke, der den Endstand zum 3:3 markierte.

Herthaner uff Achse:
Nicht ganz ausverkauft war der Gästeblock, ein Trend der sich bereits in den letzten Jahren abzeichnete. Trotzdem machten sich etwa 3.500 Herthaner an diesem Sonntagabend auf den Weg in die Autostadt und lieferten einen souveränen Support ab, der reichte um sich gegen die Wolfsburger Heimkurve durchzusetzen. Nach dem ganzen Hickhack um Tor oder nicht Tor wurde es dann deutlich unruhiger im Stadion und gemeinsam mit dem Heimpublikum wurde lautstark gegen den DFB gepöbelt, der als Initiator des ganzen Video-Irrsinn für die ständigen Unterbrechungen des Spiels verantwortlich ist. Zusätzlich stehen die Herren aus Frankfurt am Main aktuell auch für ziemlich viel anderen Unsinn, wie beispielsweise chinesische U-20 Teams in der Regionalliga oder Stadionverbote auf Verdacht. Da einige Tage nach dem Spiel in Wolfsburg ein Gesprächstermin mit Vertretern von DFB und DFL anstand, nutzten wir im Rahmen einer bundesweiten Aktion den Spieltag, um auf diesen Termin und seine hohe Bedeutung aufmerksam zu machen. Der Spruch am Zaun im Oberrang dazu lautete „9.11. – Zeit, den Ball in die richtige Richtung zu lenken!“

Heimkurve:
Auch die Heimkurve beteiligte sich an dieser Aktion und spannte ein großes Spruchband mit der gleichen Aufschrift über die Gruppenfahnen im Oberrang. Ansonsten blieb Wolfsburg, bis auf den Anti-DFB Wechselgesang und die allgemeine Pöbelstimmung gegen den Schiri, standardmäßig blass.